San Francesco "Night Of The Musicals" - Die AufführungDie Presse |
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Lange schon ist es her, dass die Welt geschaffen wurde; in sieben Tagen. Es stand auch nicht die Schöpfung selbst am Anfang dieses Projektes, sondern eine Anfrage der Gemeinde Jüchen, die gerne einen Querschnitt durch verschiedene Musicals in Form einer Gala-Veranstaltung auf die Bühne der Peter-Giesen-Halle bringen wollte. Ohne die Notwendigkeit, eine komplexe, dramatische Handlung inszenieren zu müssen, sollte das eigentlich recht fix auf die Beine gestellt werden können. Und da der Dekanatsjugendchor ja schon Erfahrung im Musical-Bereich habe, wäre man gleich auf uns zugekommen. Zweiter TagTatsächlich war diese Anfrage etwas wie ein neuerlicher Urknall. Die dramatische Komponente bei der Aufführung eines kompletten Musicals ist eine nicht zu unterschätzende Triebkraft bei der Aufführung eines solchen Bühnenprojektes, doch gibt es soviele schöne und interessante Musikstücke, dass man unmöglich alle diese Werke einmal komplett auf die Bühne bringen kann. Ein Grundstock an Melodien für eine Gala war ja nach wie vor eingeübt. Die Aufführungen von "ELISABETH" lagen gerade einmal ein Jahr zurück. Zwischendurch waren die Kehlen durch das fünf-Chörige Weihnachtskonzert "Gold von den Sternen" auch nicht eingerostet, so dass selbst noch einige Songs aus "JESUS CHRIST SUPERSTAR" schnell wieder drin waren. Chorleiter Hermann Jürgen Schmitz hatte auch schon einige weitere Ideen parat, wie verschiedene weitere Musicals als Medleys umzusetzen wären. Das Programm nahm langsam Form an. Dritter TagSchon während der vergangenen Musicalaufführungen waren die Tänze ein immer wichtigerer Bestandteil der Inszenierungen geworden. So ist klar, dass diese für die schon bekannten Stücke aufgefrischt wurden. Doch boten sich die neuen Songs und Medleys natürlich erst recht für Tanzschritte an. Was das Tanz-Team hier buchstäblich auf die Beine stellte, stellte alles bisher choreographierte noch weit in den Schatten. Neben den gewohnten Gesangsproben wurden eigene Tanzproben eingeführt, um das gewaltige Pensum überhaupt bewältigen zu können. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass die Anforderungen der geplanten Gala nicht niedriger lagen, als bei einem kompletten Werk. Schließlich hing man an den einzelnen Stücken und wollte jedes einzelne so originalgetreu wir eben möglich zeigen. Vierter TagMit der Projektarbeit der letzten Jahre hatte sich allerdings bereits eine ausgeprägte Team-Struktur im Chor etabliert. Mit dem ersten Startschuss gingen gleichzeitig und ohne jede weitere Aufforderung schon die ersten Kostümbildner ans Werk, Kulissenbauer entwarfen die ersten Zeichnungen, das schon genannte Tanzteam arbeitete an Choreographien, Maskenbildner überlegten sich das Make-Up und die Frisuren, die Band übte und orchestrierte und Solisten probten ihre Parts. "Nebenbei" war für jeden schließlich noch der Chorgesang zu trainieren und arbeiten gehen mussten auch noch alle. Diese Parallelarbeit vieler verschiedener Teams entlastete den Einzelnen und vor allem Chorleiter und Vorstand enorm. Der Spaß kam natürlich nie zu kurz. Und um zu sehen, wie man bestimmte Szenen am besten umsetzt, sollte man sich die entsprechenden Musicals auch mal ansehen... Fünfter TagDas Kostümteam hatte ganze Arbeit geleistet. Jede einzelne dargestellte Szene musste den Zuschauer gleich an den Spielort des gezeigten Musicals versetzen. Für die Darsteller bedeutete das allerdings bis zu acht Kostümwechsel während der Show. Die Zeit, die zum Umziehen benötigt wurde, konnte hervorragend genutzt werden, um dem Zuschauer die Inhalte der nur angespielten Musicals näher zu bringen. So wurden zwei Chormitglieder gebeten, als Conferenciers zu fungieren. Die stimmungsvoll ausgearbeiteten Moderationen erzählten von den Beweggründen der Musicalhelden genauso wie von den Hintergründen der einzelnen Werke. Sechster TagDie Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Die ersten Aufführungen stehen unmittelbar bevor. Wegen kurzfristig eingetretener Terminprobleme mit der Peter-Giesen-Halle wurde die Premiere kurzerhand ins Schloß Bedburg verlegt. Fünf Vorstellungen sind hier geplant. Wie immer wird die Halle vorbereitet. PA-Versierte bauen die Beschallungsanlage auf, die Lichttechniker kümmern sich um die vielen KW Lichtleistung, die zur Ausleuchtung gebraucht werden, die Maskenbildner richten ihre Schminkstätten und Frisier-Salons ein, die Bühne-Crew positioniert die Kulissen, währen die Musiker ihr Equipment einstellen. Auch das läuft mittlerweile alles reibungslos parallel. ...erster Soundcheck.... ...erste Bühnenprobe... ...zweiter Soundcheck... ...letzte Bühnenprobe... Es wurde Abend....Die Vorstellung beginnt. Nach der Begrüßung des Publikums durch die Conferenciers eröffnen düstere Orchesterausbrüche in brutalen Schlägen den Prolog zu "Jekyll & Hyde". Eine gruselige, sonore Stimme erzählt aus dem Off charismatisch vom schizophrenen Kampf einer gequälten Seele gegen sich selbst, während schwarzgewandete Sänger auf der Bühne erscheinen, um das Auditorium in dunkle Abgründe aber auch hellste Höhen zu entführen... ...und es wurde Morgen: Der Siebte TagAm siebten Tag sitzen wir hier mit ca. 40 Sängern, Helfern und Musikern beisammen und schauen uns die Videoaufzeichnung des Konzertes an. Alle sind sich einig, auch wenn es vorher keiner für möglich gehalten hätte: Es ist selbst im Vergleich zu "ELISABETH" noch einmal eine Steigerung in allen Bereichen geworden! Und was machen wir nächste Woche?
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